Nachrichten aus dem Verein und vereinsübergreifende Nachrichten

Buchneuerscheinung zu Hochwassern in Thüringen

Hochwasser in ThueringenHochwasser in ThueringenDiesbezügliche Dokumente aus sechs Jahrhunderten werden in einer neuen Publikation vorgestellt, hierüber informierte Dr. Lutz Baseler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG). In der Schriftenreihe des Landesamtes ist soeben als jüngste Veröffentlichung das Buch „Hochwasser in Thüringen – Texte, Karten und Bilddokumente (1500-2013)" erschienen. Die 174 Seiten umfassende Publikation enthält eine systematische Zusammenstellung von Dokumenten zu über dreißig ausgewählten schweren Hochwasserereignissen in einer Zeitspanne von mehr als einem halben Jahrtausend. Die Autoren Dr. Mathias Deutsch, Dr. Tobias Reeh und Prof. Dr. Karl-Heinz Pörtge haben nicht zuletzt vor dem Hintergrund der dramatischen Hochwasserereignisse der jüngeren Vergangenheit unter anderem in 29 staatlichen und kommunalen Archiven nach zeitgenössischen Unterlagen zu ähnlichen Ereignissen der Vergangenheit recherchiert. So fanden sich beispielsweise Abbildungen von den Flutkatastrophen 1815 und 1890 sowie amtliche Schriftstücke und Pressemeldungen aus den Jahren 1909 und 1981. Mit dem Ziel, die Dokumente einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, sind alle Befunde eingehend untersucht, systematisch geordnet und mit erläuternden Anmerkungen versehen worden. Die Arbeit des Autoren-Trios unternimmt einen Rückblick auf extreme, vergangene Hochwasser und zeigt die Begrenztheit der Schutzwirkung technischer Systeme. Damit wird die Notwendigkeit verdeutlicht, noch bewusster als bisher mit dem Naturereignis Hochwasser umzugehen. Hierzu trägt nicht zuletzt eine verstärkte, öffentlichkeitswirksame Risikokommunikation bei, wie sie die Dokumentation von gegenwärtigen und historischen Ereignissen in Publikationen wie der vorliegenden vermag. Nach dem 2014 erschienenen Buch „Hochwasserabflüsse in Thüringen" (TLUG-Schriftenreihe 108) ist der jetzt herausgegebene Band die zweite Veröffentlichung in einer speziellen Reihe von TLUG-Veröffentlichungen zum Hochwasser in Thüringen. Dazu sind zwei weitere Bände (Hochwasserereignisse, Hochwassermarken) in Vorbereitung. Die aktuelle Publikation im Rahmen der Schriftenreihe der TLUG (SR111) kann über die Homepage des Amtes zum Preis von 18,50 EUR bestellt werden (zzgl. Porto von 1,65 EUR).

Andreas Schmölling
Heimatverein ARATORA, Artern

KONTAKTE:

Verein für Heimatkunde, -geschichte und -schutz von Artern
ARATORA e.V. (gemeinnützig)
Andreas Schmölling
Franz-Schubert-Straße 69
06556 Artern

Internet: www.heimatverein-aratora.de 
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon & Fax: 03466 / 320139

Staffelstab übergeben

Heimat- und Geschichtsverein Goldene Aue wählte neuen Vorstand

Michael RichterMichael RichterMichael Richter (50) aus Tilleda ist der neue Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins „Goldene Aue". Seine Wahl erfolgte einstimmig zur diesjährigen Jahreshaupt- und Wahlversammlung. Der bisherige Vorsitzende Manfred Schröter (75) hatte das Amt in den vergangenen drei Jahren mit Leben erfüllt. „Ich stehe aus gesundheitlichen Gründen für eine Neuwahl nicht mehr zur Verfügung", erklärte er der Versammlung. „Es hat mir viel Freude gemacht. Es war eine schöne Zeit und alle haben sich gut eingebracht."
Sein Rechenschaftsbericht führte zahlreiche Aktivitäten der Mitglieder auf, von heimatgeschichtlichen Vorträgen zu Veranstaltungen und Jubiläen, über Archivrecherchen und der Kleindenkmalforschung in Feld und Flur. „Die öffentlichkeitswirksame Arbeit hat sich ausgezahlt", so Schröter weiter. „Wir haben vieles gemeinsam mit den Mitarbeitern des Biosphärenreservats „Karstlandschaft Südharz" gemacht. Die Zusammenarbeit war gut und fruchtbar für beide Seiten. Wir haben viele Bürger erreicht und die Heimatgeschichte populär gemacht. Das Interesse daran ist gewachsen."
Schröter hob besonders die vom Verein aufgelegten Ersttagsbriefe mit Sondermarken über die Grenze Kursachsen-Kurhannover und die Wiedereröffnung der Heimkehle hervor. Einen breiten Raum in der Vereinsarbeit der letzten zwei Jahre nahmen die Wandertouren „Geschichte erleben im Biosphärenreservat" ein. Hier hat sich im Laufe der vergangenen zwei Jahre ein besonders treues Publikum herausgebildet, das kaum eine der angebotenen Touren auslässt. Ein ebenso großer Erfolg war der Tag des offenen Denkmals in Rosperwenda. Hier wurde an den 300. Geburtstag des hier geborenen berühmten Physikers Johann Gottlob Leidenfrost erinnert.
„Der erfolgreiche Weg wird fortgesetzt", kündigte Michael Richter an. Dabei kann er mit der Unterstützung seines Amtsvorgängers rechnen. Für das erste Halbjahr 2016 stehen bereits mehrere Wandervorschläge auf dem Programm. So wird am 2. April zur 14. Grenzsteinwanderung nach Breitenstein eingeladen. Im März wollen die Vereinsmitglieder gemeinsam mit den Waldvögten des Siebengemeindewaldes eine Wanderung zu den historischen Stätten in diesem uralten Genossenschaftswald unternehmen. Enrico Kalb, neugewähltes Vorstandsmitglied, regte an, die vor über 20 Jahren eingestellten Vereinspublikationen wieder aufleben zu lassen. „Es gibt so viel aus unserer Arbeit zu berichten", sagte er. „Das müssen wir auch unter die Leute bringen." Für das neue Vereinsmitglied Christina Wilding aus Berga hatten die Vereinsmitglieder auch gleich eine Aufgabe parat. Sie wird in der Wahlperiode zusammen mit Manfred Schröter die Kassenprüfung übernehmen. Somit kommt auch der ehemalige Vorsitzende doch nicht in den Ruhestand. „Das ist auch gut so", kommentierte Rosi Riese vom Stolberger Geschichtsverein. „Denn, wer rastet, der rostet."

WahlWahlNeues Mitglied Frau WildingNeues Mitglied Frau WildingManfred SchröterManfred Schröter

Der Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue" wurde am 24. November 1990 gegründet. Heute gehören dem Verein 35 Mitglieder aus mehreren Bundesländern an.
Zu den Schwerpunkten der Vereinsarbeit gehören die Kleindenkmalforschung, die Familienforschung, die Chronikarbeit und die Archivforschung. Mit dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz besteht seit 2008 ein Kooperationsvertrag zur gegenseitigen Unterstützung. Seit 2014 ist der Verein berufenes Mitglied im Beirat des Biosphärenreservats. Die Aufgabe übernahm Manfred Schröter.

 

Geburtstagstorte zierte ein Grenzstein aus Schokolade

Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue“ begeht 25-jähriges Jubiläum 

Seit 25 Jahren leisten die Mitglieder des Heimat -und Geschichtsvereins „Goldene Aue" ihren Beitrag zur Erforschung der Geschichte der Region. Aus sieben Gründungsmitgliedern wurden über die Jahre 34. Sollte der Verein zunächst den ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern eine Heimat geben, kamen im Laufe der Zeit Ortschronisten, Genealogen und Forscher der Eisenbahn- und Industriegeschichte dazu. „Alle unsere Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht die Geschichte und Geschichten, vor allem der Orte der Goldenen Aue und des Südharzes zu erfassen und zu bewahren", sagte der Vereinsvorsitzende Manfred Schröter. „Dafür gebührt allen ein großes Dankeschön und Anerkennung."

JubiläumstorteJubiläumstorteSo gab es zur leckeren mit einem Grenzsteinbild geschmückten Geburtstagstorte einen bunten Strauß von Vorträgen. So stellte Enrico Kalb aus Tilleda das jüngste Projekt, die Geo-Radar-Messung in der Sankt Salvator Kirche in Tilleda, vor. Der Familienforscher Ullrich Wilding aus Wiesbaden berichtete über seine Spurensuche zu den Familien Breitrück und Wilding. Hartmut Müller aus Oberröblingen wurde vom Familienforscher zum Chronisten seines Heimatortes. Barbara Sieblist aus Questenberg machte die Anwesenden durch die Geschichte der neuen Glaskunstfenster auf die Questenberger Kirche neugierig. Für den Eisenbahnhistoriker Tommy Pfennig aus Nossen wird das Jahr 2016 besonders arbeitsreich: Da steht das Jubiläum der Kyffhäuserkleinbahn an. Mit einer Wanderausstellung und zahlreichen Vorträgen an den Stationen will er seine Forschungsarbeit krönen. Mit Menschenschicksalen beschäftigen sich Ralf Kowalski (Questenberg), Christine Stadel (Sangerhausen) und Donald Hilbert (Tilleda). Donald Hilbert hatte das Schicksal einer Familie aus Breitenstein zu einem literarischen Werk inspiriert. „Weg der Liebe" erzählt die Geschichte eines Vaters, der seinen im Krieg gefallenen Sohn wieder in die Heimat holt.

Die Vereinsmitglieder forschen nicht nur in Archiven und im stillen Kämmerlein. Von Beginn an gab es geführte Wanderungen, wie die Reihe „Geschichte erleben im Biosphärenreservat" die sich wachsender Beliebtheit erfreuen.

Einen Rückblick über die vergangenen 25 Jahre gibt es nun auch in gedruckter Form. Die Vereinschronik konnte dank finanzieller Unterstützung durch die Sparkasse Mansfeld-Südharz rechtzeitig zum Jubiläum für die Vereinsmitglieder hergestellt werden. Mit einem weiteren finanziellen Geschenk gratulierte Ernst Hofmann. Bereits als Bürgermeister von Wallhausen nahm er 1990 Anteil am Werden und Wachsen des Vereins. Nun würdigte er das Engagement der Mitglieder auch für die Mitgestaltung des Biosphärenreservats.

ChronikChronik

 

Geschichte bewahren und erleben

Der Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue" wurde am 24. November 1990 in Bennungen gegründet. Forschungsgebiete waren von Anfang an vor allem die Bodendenkmalpflege, die Baudenkmalforschung und die Erfassung und Dokumentation der Kleindenkmale z. B. der Grenzsteine, Steinkreuze, Meilensteine, Wegweisersteine sowie Gedenksteine und Hochwassermarken. Die Erarbeitung von Ortschroniken und einer Materialsammlung zur Geschichte der Kyffhäuser Kleinbahn erfolgten. Durch eine sehr umfangreiche Archivarbeit wurden viele Dokumente bzw. ihr Inhalt vor dem Vergessen bewahrt. Zu Sammlerstücken wurden nicht nur die handgefertigten Exkursionsberichte, sondern auch die Ersttagsbriefe, zum Beispiel zum Jubiläum der Wiedereröffnung der Heimkehle oder zur Einweihung des Kaiser-Otto-Höhenweges. Im Laufe der Jahre wurden in Bennungen, Kelbra, Wallhausen, Dittichenrode, Questenberg, Großleinungen und Rosperwenda die Tage des offenen Denkmals durchgeführt.

 

 

Heimatverein Aratora, Artern: Neues regionalgeschichtliches Buch über die Unstrut zwischen Sachsenburg und Wendelstein soeben erschienen

Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem WendelsteinDie Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem WendelsteinNach äußerst arbeits- und zeitintensiven Recherchen in Archiven, Museen und Sammlungen sowie aufwendiger Suche nach überwiegend noch nie publiziertem Bildmaterial liegt jetzt die jüngste Veröffentlichung unseres langjährigen Partnervereins aus Artern, dem Heimatverein ARATORA, vor: „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" (Format: A4, Festeinband, Preis: 19,90 Euro). Das reich bebilderte und sehr themenreiche, orts- als auch regionalgeschichtliche Buch beinhaltet zahlreiche flussrelevante Themen aus der Zeit zwischen um 1750 bis ca. 1950. Tangiert werden dabei die Ortschaften Oldisleben, Sachsenburg, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. „Die Unstrut" umfasst 290 Seiten und ist mit mehr als 400, überwiegend historischen Schwarzweiß-Abbildungen illustriert. Anspruch der Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) war es, einen ihnen besonders zugetanen und zugleich historisch bedeutsamen Abschnitt der Unstrut zu untersuchen und darzustellen. Andere, bereits vorliegende Bücher über unseren Heimatfluss haben ihre thematischen Schwerpunkte zumeist in Kultur, Kulturgeschichte oder Naturkunde und behandeln zudem überwiegend den Ober- bzw. Unterlauf. Das soeben erschienene Werk "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" hat andere Ansatzpunkte und wirft den Fokus primär auf das ländliche Leben mit und am Fluss. Die Verfasser beleuchten in nachstehend genannten Hauptabschnitten historische, volkskundliche, geografische, wasserwirtschaftliche sowie kartografische Themen zur Flussgeschichte in entsprechenden Unterkapiteln. Teil 1 des Buches behandelt Daten und Fakten zum Fluss, Teil 2 die Geschichte der Unstrut und der Unstrut-Aue, ehe mit Teil 3 und den Geschichten zur Unstrut und Unstrut-Aue das umfangreichste und abwechslungsreichste Hauptkapitel folgt: Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut. 

Besonders dankbar wird auf vielfach gewährte Hilfe von zahlreichen Bewohnern der im Buch behandelten Unstrut-Orte hingewiesen. Die Verfasser würden sich sehr freuen, wenn die Besucher obiger Buchpräsentationen oder gern auch später weitere Unterlagen und/oder historisches Bildmaterial zur Geschichte der Unstrut aus eigenen Sammlungen leihweise zur Verfügung stellen würden, da sich ein Folgeband als Nachlese zum aktuellen Unstrut-Buch bereits in Arbeit befindet.

Ab Donnerstag, 11. Juni 2015 wird „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" im „Guten Buch" Artern angeboten bzw. ist ab sofort beim Heimatverein ARATORA erhältlich (Internet: www.heimatverein-aratora.de, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Telefon & Fax: 03466 / 320139).

Ortsfamilienbuch Riethnordhausen

In Zusammenarbeit mit dem Ersteller, Herrn Ingo Brahmbach aus Burscheid (Nordrhein-Westfalen), wurde nun auf den Seiten des Heimat-und Geschichtsvereins "Goldene Aue" e.V. das Ortsfamilienbuch Riethnordhausen veröffentlicht.

Siehe: www.riethnordhausen.goldeneaue.net

Als Quelle dienten die ersten drei Bücher der Kirche St. Jacobi zu Riethnordhausen. Der bislang erfasste Zeitraum geht von 1641 bis 1845 (Taufen), 1854 (Trauungen) und 1850 (Tote). Die Jahre 1822-25 sind im 4. KB vermerkt und müssen noch nachgearbeitet werden.