Nachrichten aus dem Verein und vereinsübergreifende Nachrichten

Berufe Questenberg

Im Archiv unter "Familiengeschichtliche Beiträge" wurde eine "Liste

der Berufe von Einwohnern des Kirchenbezirks Questenberg von 1668

bis 1790 aus Auzügen der Kirchenbücher" abgelegt.

Vereinsmitglieder können diese als pdf-Datei downloaden.

 

Jürgen Pichl

 

Drei neue Mitglieder bereichern das Vereinsleben

Jahreshauptversammlung hat über 50 Teilnehmer. Jubiläumsjahr wird geplant 

SANGERHAUSEN. Mit der positiven Nachricht „drei neue Mitglieder in den Heimat- und Geschichtsverein Goldene Aue aufzunehmen", begann der Vereinsvorsitzende Manfred Schröter die Jahreshauptversammlung. Damit steigt die Mitgliederzahl auf 32. Mit zahlreichen Gästen zogen die Vereinsmitglieder am Samstag im Sangerhäuser „Herrenkrug" ihre Jahresbilanz und begannen das Jubiläumsjahr zu planen. Im November will der Verein sein 25-jähriges Bestehen begehen.

Vereinsvorsitzender Manfred Schröter kann zur Jahreshauptversammlung drei neue Mitglieder aufnehmen. Hier überreicht er Enrico Kalb und Jürgen Sander (v.li.) die Ersttagsbriefe. Vereinsvorsitzender Manfred Schröter kann zur Jahreshauptversammlung drei neue Mitglieder aufnehmen. Hier überreicht er Enrico Kalb und Jürgen Sander (v.li.) die Ersttagsbriefe.

Donald Hilbert aus Tilleda hatte sich nach der Wanderung am Totenweg im November spontan entschlossen dem Verein beizutreten. Mit Jürgen Sander aus Sangerhausen bekommen die Ortschronisten Verstärkung. Er nahm schon öfter an den Veranstaltungen, wie der Wanderung auf dem Kaiser-Otto-Höhenweg teil. Außerdem hat er die Geschichte seines Heimatortes Kleinleinungen publiziert und damit vor dem Vergessen bewahrt. Dieser Aufgabe widmet sich auch Enrico Kalb, der zukünftig die Heimatforscher in Tilleda verstärken wird.

Michael Richter freut sich über einen Aktenfund im Archiv. Er berichtete über seine Forschungsarbeit bei der Jahreshauptversammlung. Michael Richter freut sich über einen Aktenfund im Archiv. Er berichtete über seine Forschungsarbeit bei der Jahreshauptversammlung. Letztere hatten im vergangenen Jahr die Veranstaltungen für das Ortsjubiläum 1200 Jahre Tilleda durchgeführt. Anschließend begann Michael Richter mit Vereinsmitgliedern die Spurensuche der Ortsgeschichte in den Kellern von Tilleda. Außerdem berichtete er über die Versteinung der heutigen Landesgrenze am Fuße des Kyffhäusers „Vom Hüflar bis zum Eulengeschrei" aus dem 18./19. Jahrhundert. „Nur wer selbst schon einmal Grenzsteine im Wald gesucht hat, kann seine Arbeit nachvollziehen", lobte Manfred Schröter. Schließlich gehört dazu nicht nur das Aufsuchen und Dokumentieren der Steine vor Ort, sondern auch die Archivarbeit, die in diesem Fall in Rudolstadt geleistet wird.

Dass man Heimatgeschichte auch in einen Krimi verpacken kann, zeigte Ralf Kowalski aus Questenberg. Er hatte in seinem Film „Der Deal" dem Jägerkreuz bei Bennungen ein filmisches Denkmal gesetzt. Barbara und Ulrich Sieblist gaben anhand des restaurierten Münzschatzes aus dem Kirchturmknopf von Rotha einen Einblick in die Geschichte. Weitere Vereinsmitglieder erinnerten in Vorträgen und Führungen bei Wanderungen unter dem Motto „Geschichte erleben im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz", an historische Ereignisse, wie der Wiedererschließung der Höhle Heimkehle vor 60 Jahren. Dazu gab es wieder einen Ersttagsbrief, den auch die neuen Mitglieder als Aufnahmegeschenk erhielten.

Brigitte Schaumkelle berichtete über die mittelalterliche Persönlichkeit Sigena von Großleinungen.Brigitte Schaumkelle berichtete über die mittelalterliche Persönlichkeit Sigena von Großleinungen.

Überhaupt blickte man auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat und den Geschichtsvereinen der Region, deren Vertreter aus Stolberg und Sangerhausen auch an der Veranstaltung teilnahmen. Neue Impulse gab Vereinsmitglied Andreas Schmölling aus Artern. Er berichtete über Kleindenkmale in seiner Heimat und gab Anregungen zur Dokumentation und Forschung in hiesiger Region. Brigitte Schaumkelle (Großleinungen) erinnerte an Sigena von Großleinungen. Eine Veranstaltung wird in diesem Jahr der Zerstörung des Nonnenklosters in Kelbra im Jahr 1525 gewidmet. Zur Geschichte des Klosters hat Jürgen Pichl (Erfurt) bereits geforscht. Die Forschungsarbeiten von Jürgen Pichl sind für Vereinsmitglieder auf der Internetseite abrufbar. Aber auch wer keinen Computer besitzt, erhält von ihm auf Anfrage ein gedrucktes Exemplar zum Selbstkostenpreis. 

Vereinswebseite

Die Internetseite des Vereins informiert regelmäßig über die Arbeit der Mitglieder. Webmaster Sandro Meyer (Kassel) hilft dabei Forschungsergebnisse der Mitglieder zu veröffentlichen. Außerdem  pflegt er eine umfangreiche Datenbank für Genealogen. Ein Projekt  ist dabei die Erfassung der Mühlengebäude und deren Besitzer in der Goldenen Aue.

Natürlich werden auch die Veranstaltungstermine bekannt gegeben. So wird in diesem Jahr zur 12. Grenzsteinwanderung nach Breitenstein eingeladen. Den Auftakt der Wanderreihe „Geschichte erleben im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz“ wird am 31. Januar die Sternwanderung zum Mittelpunkt des Biosphärenreservates sein. Der Parallelstart erfolgt um 10 Uhr in Questenberg und in Hainrode. Am 14. Juni wird es eine Wanderung rings um Berga geben. Manfred Schröter überrascht dann mit einem „Sechs-Kirchen-Blick“.

Wer den Verein finanziell unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden: HUG Goldene Aue Sparkasse Mansfeld-Südharz IBAN: DE80 8005 5008 0310 1308 40 BIC: NOLADE21EIL 

archivgut-online

Seit Ende September kann man auch verschiedene Urkunden des

Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt online anschauen.

Sie sind unter www.deutsche-digitale-bibliothek.de unter dem

entsprechenden Stichwort (Ort o.a.) zu finden.

Bei "Copiale miscellaneum halberstadense" Cop.Nr.801

ab Seite 58 (im Internetdokument) finden sich z.B. Auszüge aus

Lehnsurkunden der Grafen von Stolberg

Kloster Kelbra

Seit dem 10.2.2014 ist im Archiv unter "Regionalgeschichtliche Dokumente und Literatur" eine Zusammenstellung unter dem Titel

"Aus der Geschichte des Zieterziensernonnenklosters St.Georgii zu Kelbra" für die Vereinsmitglieder abrufbar.

Jürgen Pichl

Heimatforscher bekommen Verstärkung

Arbeitsergebnisse und Pläne vorgestellt

Das Jahr 2013 war für die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins „Goldene Aue" ein arbeitsreiches und ereignisreiches Jahr. Das konnten die rund 50 Teilnehmer der Jahreshauptversammlung in der Sangerhäuser Gaststätte „Zum Herrenkrug" nachvollziehen, als der Vereinsvorsitzende Manfred Schröter das Jahr Revue passieren ließ und mehrere Vereinsmitglieder ihre Forschungs- und Arbeitsergebnisse vorstellten.

Über 50 Teilnehmer erlebten eine abwechslungsreiche Veranstaltung. Über 50 Teilnehmer erlebten eine abwechslungsreiche Veranstaltung.

Vereinsvorsitzender Manfred Schröter (Mitte) freute sich über den spontanen Vereinsbeitritt von Dagmar Liebold aus Erfurt.Vereinsvorsitzender Manfred Schröter (Mitte) freute sich über den spontanen Vereinsbeitritt von Dagmar Liebold aus Erfurt.Aber zunächst gab es ein Dankeschön für Dagmar und Ulrich Liebold sowie Siegfried Lehne aus Erfurt für ihre umfangreiche Hilfe bei der Beschaffung und Digitalisierung von heimatkundlichen Quellenmaterial, speziell der Zeitschriften „Heimatglocken" und „Heimats-Klänge". Für Vereinsmitglieder sind diese auf der Internetseite des Vereins abrufbar. „Allerdings suchen wir noch einige Ausgaben", sagte Sandro Meyer, während der Vorstellung der Internetseite. Diese startete im Februar 2013 und wird nach seiner Aussage sowohl zur Information als auch zur Kontaktaufnahme rege genutzt. Ursache dafür sind neben der Darstellung der aktuellen Vereinsarbeit und Vereinsprojekten auch die Literatur und Hilfsmittel für Genealogen.

Davon war Ullrich Wilding aus Wiesbaden ganz angetan. Er gehört zu den vier neuen Mitgliedern des Vereins. Der 48-jährige war auf der Suche nach Kontakten in der Region, aus der ein Teil seiner Vorfahren stammt. „Wir werden den Verein jetzt genelogisch unterwandern", sagt er schmunzelnd und freute sich, dass sich die weite Anreise gelohnt hat. „Ich bin sofort mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch gekommen", sagte er. „Sie wissen viel, was ich noch nicht weiß."

Ullrich Wilding (li.) aus Wiesbaden wurde am Samstag Mitglied im Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue“. Er fand sofort Kontakt zu den Mitgliedern Sandro Meyer aus Gudensberg bei Kassel und Jürgen Pichl aus Erfurt. Ullrich Wilding (li.) aus Wiesbaden wurde am Samstag Mitglied im Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue“. Er fand sofort Kontakt zu den Mitgliedern Sandro Meyer aus Gudensberg bei Kassel und Jürgen Pichl aus Erfurt.

Aber auch die Vereinsmitglieder freuten sich über den Zuwachs. „Damit steigt die Mitgliederzahl auf 29", sagt der Vorsitzende Manfred Schröter. „Und man höre und staune, das Durchschnittsalter liegt bei 59 Jahren." Alle Vereinsmitglieder bringen sich nach ihren Möglichkeiten in die Vereinsarbeit ein. Andreas Schmölling aus Artern informierte über das Buchprojekt „Die Unstrut – Geschichten vom Fluss...". Für das Werk, an dem er als Co-Autor mitarbeitet, sucht er noch Fotos, vor allem von der Flussschiffahrt auf der Unstrut. „Vielleicht kann uns ja jemand helfen?" fragte er.

Tommy Pfennig aus Erfurt hat wieder einen Puzzle-Stein zur Eisenbahngeschichte der Region gefunden: Er berichtete über Lydia Ivanovna Jerastova, geb. Baluta (geb.1927), die von 1943 bis 1945 als Zwangsarbeiterin nach Oberröblingen und Artern kam. Für eine ZDF-Sendung betreute er die Frau, die im September 2013 eine Woche lang ihre einstmals unfreiwilligen Lebensstationen noch einmal nachvollzog.

Christiane Funkel vom Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz erinnerte in ihrem Vortrag an die langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit des Vereins mit der Verwaltung, deren Höhepunkt im vergangenen Jahr zum Beispiel die Ehrung des Botanikers Heinrich Carl Haussknecht war.

Die Bodendenkmalpfleger des Vereins werden sich in diesem Jahr hauptsächlich der Dokumentation der Kleindenkmale, nach den Vorgaben des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie widmen.

Schon am 26. Januar wird zur Wanderung „Auf Schmugglerpfaden" nach Berga eingeladen. Der Tag des offenen Denkmals soll dieses Jahr in Rosperwenda durchgeführt werden.