Nachrichten aus dem Verein und vereinsübergreifende Nachrichten

Ortsfamilienbuch Riethnordhausen

In Zusammenarbeit mit dem Ersteller, Herrn Ingo Brahmbach aus Burscheid (Nordrhein-Westfalen), wurde nun auf den Seiten des Heimat-und Geschichtsvereins "Goldene Aue" e.V. das Ortsfamilienbuch Riethnordhausen veröffentlicht.

Siehe: www.riethnordhausen.goldeneaue.net

Als Quelle dienten die ersten drei Bücher der Kirche St. Jacobi zu Riethnordhausen. Der bislang erfasste Zeitraum geht von 1641 bis 1845 (Taufen), 1854 (Trauungen) und 1850 (Tote). Die Jahre 1822-25 sind im 4. KB vermerkt und müssen noch nachgearbeitet werden.

Berufe Questenberg

Im Archiv unter "Familiengeschichtliche Beiträge" wurde eine "Liste

der Berufe von Einwohnern des Kirchenbezirks Questenberg von 1668

bis 1790 aus Auzügen der Kirchenbücher" abgelegt.

Vereinsmitglieder können diese als pdf-Datei downloaden.

 

Jürgen Pichl

 

Drei neue Mitglieder bereichern das Vereinsleben

Jahreshauptversammlung hat über 50 Teilnehmer. Jubiläumsjahr wird geplant 

SANGERHAUSEN. Mit der positiven Nachricht „drei neue Mitglieder in den Heimat- und Geschichtsverein Goldene Aue aufzunehmen", begann der Vereinsvorsitzende Manfred Schröter die Jahreshauptversammlung. Damit steigt die Mitgliederzahl auf 32. Mit zahlreichen Gästen zogen die Vereinsmitglieder am Samstag im Sangerhäuser „Herrenkrug" ihre Jahresbilanz und begannen das Jubiläumsjahr zu planen. Im November will der Verein sein 25-jähriges Bestehen begehen.

Vereinsvorsitzender Manfred Schröter kann zur Jahreshauptversammlung drei neue Mitglieder aufnehmen. Hier überreicht er Enrico Kalb und Jürgen Sander (v.li.) die Ersttagsbriefe. Vereinsvorsitzender Manfred Schröter kann zur Jahreshauptversammlung drei neue Mitglieder aufnehmen. Hier überreicht er Enrico Kalb und Jürgen Sander (v.li.) die Ersttagsbriefe.

Donald Hilbert aus Tilleda hatte sich nach der Wanderung am Totenweg im November spontan entschlossen dem Verein beizutreten. Mit Jürgen Sander aus Sangerhausen bekommen die Ortschronisten Verstärkung. Er nahm schon öfter an den Veranstaltungen, wie der Wanderung auf dem Kaiser-Otto-Höhenweg teil. Außerdem hat er die Geschichte seines Heimatortes Kleinleinungen publiziert und damit vor dem Vergessen bewahrt. Dieser Aufgabe widmet sich auch Enrico Kalb, der zukünftig die Heimatforscher in Tilleda verstärken wird.

Michael Richter freut sich über einen Aktenfund im Archiv. Er berichtete über seine Forschungsarbeit bei der Jahreshauptversammlung. Michael Richter freut sich über einen Aktenfund im Archiv. Er berichtete über seine Forschungsarbeit bei der Jahreshauptversammlung. Letztere hatten im vergangenen Jahr die Veranstaltungen für das Ortsjubiläum 1200 Jahre Tilleda durchgeführt. Anschließend begann Michael Richter mit Vereinsmitgliedern die Spurensuche der Ortsgeschichte in den Kellern von Tilleda. Außerdem berichtete er über die Versteinung der heutigen Landesgrenze am Fuße des Kyffhäusers „Vom Hüflar bis zum Eulengeschrei" aus dem 18./19. Jahrhundert. „Nur wer selbst schon einmal Grenzsteine im Wald gesucht hat, kann seine Arbeit nachvollziehen", lobte Manfred Schröter. Schließlich gehört dazu nicht nur das Aufsuchen und Dokumentieren der Steine vor Ort, sondern auch die Archivarbeit, die in diesem Fall in Rudolstadt geleistet wird.

Dass man Heimatgeschichte auch in einen Krimi verpacken kann, zeigte Ralf Kowalski aus Questenberg. Er hatte in seinem Film „Der Deal" dem Jägerkreuz bei Bennungen ein filmisches Denkmal gesetzt. Barbara und Ulrich Sieblist gaben anhand des restaurierten Münzschatzes aus dem Kirchturmknopf von Rotha einen Einblick in die Geschichte. Weitere Vereinsmitglieder erinnerten in Vorträgen und Führungen bei Wanderungen unter dem Motto „Geschichte erleben im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz", an historische Ereignisse, wie der Wiedererschließung der Höhle Heimkehle vor 60 Jahren. Dazu gab es wieder einen Ersttagsbrief, den auch die neuen Mitglieder als Aufnahmegeschenk erhielten.

Brigitte Schaumkelle berichtete über die mittelalterliche Persönlichkeit Sigena von Großleinungen.Brigitte Schaumkelle berichtete über die mittelalterliche Persönlichkeit Sigena von Großleinungen.

Überhaupt blickte man auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat und den Geschichtsvereinen der Region, deren Vertreter aus Stolberg und Sangerhausen auch an der Veranstaltung teilnahmen. Neue Impulse gab Vereinsmitglied Andreas Schmölling aus Artern. Er berichtete über Kleindenkmale in seiner Heimat und gab Anregungen zur Dokumentation und Forschung in hiesiger Region. Brigitte Schaumkelle (Großleinungen) erinnerte an Sigena von Großleinungen. Eine Veranstaltung wird in diesem Jahr der Zerstörung des Nonnenklosters in Kelbra im Jahr 1525 gewidmet. Zur Geschichte des Klosters hat Jürgen Pichl (Erfurt) bereits geforscht. Die Forschungsarbeiten von Jürgen Pichl sind für Vereinsmitglieder auf der Internetseite abrufbar. Aber auch wer keinen Computer besitzt, erhält von ihm auf Anfrage ein gedrucktes Exemplar zum Selbstkostenpreis. 

Vereinswebseite

Die Internetseite des Vereins informiert regelmäßig über die Arbeit der Mitglieder. Webmaster Sandro Meyer (Kassel) hilft dabei Forschungsergebnisse der Mitglieder zu veröffentlichen. Außerdem  pflegt er eine umfangreiche Datenbank für Genealogen. Ein Projekt  ist dabei die Erfassung der Mühlengebäude und deren Besitzer in der Goldenen Aue.

Natürlich werden auch die Veranstaltungstermine bekannt gegeben. So wird in diesem Jahr zur 12. Grenzsteinwanderung nach Breitenstein eingeladen. Den Auftakt der Wanderreihe „Geschichte erleben im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz“ wird am 31. Januar die Sternwanderung zum Mittelpunkt des Biosphärenreservates sein. Der Parallelstart erfolgt um 10 Uhr in Questenberg und in Hainrode. Am 14. Juni wird es eine Wanderung rings um Berga geben. Manfred Schröter überrascht dann mit einem „Sechs-Kirchen-Blick“.

Wer den Verein finanziell unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden: HUG Goldene Aue Sparkasse Mansfeld-Südharz IBAN: DE80 8005 5008 0310 1308 40 BIC: NOLADE21EIL 

archivgut-online

Seit Ende September kann man auch verschiedene Urkunden des

Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt online anschauen.

Sie sind unter www.deutsche-digitale-bibliothek.de unter dem

entsprechenden Stichwort (Ort o.a.) zu finden.

Bei "Copiale miscellaneum halberstadense" Cop.Nr.801

ab Seite 58 (im Internetdokument) finden sich z.B. Auszüge aus

Lehnsurkunden der Grafen von Stolberg

Kloster Kelbra

Seit dem 10.2.2014 ist im Archiv unter "Regionalgeschichtliche Dokumente und Literatur" eine Zusammenstellung unter dem Titel

"Aus der Geschichte des Zieterziensernonnenklosters St.Georgii zu Kelbra" für die Vereinsmitglieder abrufbar.

Jürgen Pichl